Schön, dass es endlich vorwärts geht. Freitag: Es kracht, quietscht und poltert. 12 mm Gipskarton-Staubschutzwand trennen mich von der Baustelle. Die Motorsäge wird angeworfen, in meinem „Wohnzimmer“ breitet sich der Geruch von verbranntem Benzin aus – große Taten erfordern eben ein paar kleine Opfer. Dann wage ich einen Blick in mein Badezimmer und weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Hat es doch etwas surreales, wenn man so unvermittelt nahezu im Freien steht. Immerhin die Dusche funktioniert noch 🙂

open air Badezimmer

Ich muss raus und unter Leute. Fahre zur Goldelse und spiele 2 Stunden in meinem Lieblingstunnel. Es ist ein ruhiger Tag, aber viele der vorbeilaufenden Touristen finden Gefallen, bleiben kurz stehen, schnippen mit, freuen sich –  ich verkaufe sogar eine CD. Der Tag ist gerettet!

Am Wochenende zuvor spielte ich mit Jamie und meinem Uralt-Mitmusiker-Kumpel Jürgen im beschaulichen Bösel im Heimathuus. Es war rappeldicke voll und eine phantastische Stimmung. Nach nahezu 4 Stunden auf der Bühne, musste ich meine Stimmbänder schonen, aber es war ein herrlicher Abend und hätte durchaus noch weiter gehen können!!

Die Stimmung war bombastisch mit Jamie und Jürgen

Aber jetzt ist Sonntag, alles ruhig, gleich kommen meine Kinder zum Frühstück. Gemütlich in den Tag schlendern, es gibt genug zu lachen und bestimmt auch noch Sonne um in den Park zu gehen.
Happy Sunday 🙂

http://www.peterray.de

 

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Sollte 2012 nicht so ein Power-Jahr werden? Na dann wird es aber langsam Mal Zeit, dass sich etwas bewegt. Womöglich ist es die Ruhe vor dem Sturm, aber  immer noch besser als wenn es, wie ein ausgeleiertes Gummi, zu gar keiner Spannung mehr kommt. Die Dacharbeiten kommen nicht so richtig in Schwung, obwohl die Zerstörung schon beeindruckend ist. Die Zeit drängt, es wird spürbar kälter!

mein Wohnzimmer mit ohne Dach

Ziemlich luftige Angelegenheit, ein Teil meines Wohnzimmers mit sehr viel Frischluft-Versorgung

In der Hoffnung, dass es ein warmer September wird, konzentriere ich mich auf die Musik und freue mich, in Kürze immerhin schon Mal meine neue homepage präsentieren zu können. Die neue CD hingegen lässt noch auf sich warten. Aber neulich brachte mein Vater ein altes Foto vorbei – das erste Mal auf der großen Bühne. „Du und Deine Welt“ eine Verbraucher-Messe in Hamburg. Die Familie Ploch aus dem Schwarzwald präsentiert den Song „Denn Nachbarn sind wir alle“, den mein Vater schrieb und wir als Chor verstärkten. Davon wurden sogar ein paar Hundert Singles gepresst. Nur die Charts haben wir damit nicht gestürmt 😉

Die Familie Ploch auf der Hamburger Messe "Du und deine Welt"

meine Schwestern Melanie, Tanja, meine Mutter, ich und ganz rechts mein Vater

Damals übernachteten wir zum ersten Mal in einem richtigen Hotel. Das großartigste daran war die Minibar. Hat mich damals sehr beeindruckt und dazu veranlasst, mir zu Hause auch eine kleine „Bar“ in meinem Schreibtisch-Unterschrank einzurichten, mit Cola und Chips versteht sich 😉
War doch ne tolle Zeit, als man sich für solche Sachen noch begeistern konnte – Schönen Sonntag!
Peter Ray

 

Bevor nun die üblen Dacharbeiten über meiner Wohnung wirklich beginnen, habe ich die Chance noch Mal genutzt und bin mit Jamie auf selbiges geklettert um ein Video zu meinem Song „Über den Dächern von Berlin“ aufzunehmen.

Es war ein sehr schöner Abend mit grandiosem Sonnenuntergang und gleichzeitigem Vollmond. Da oben fühlt sich Berlin wirklich gut an. Liegt vielleicht daran, dass man über den Dingen steht und das große Treiben der Menschen nur noch als ein diffuses Brummen wahrnimmt. Fast möchte man die Stadt umarmen, vor allem wenn ich daran denke wie viele Menschen hier jeden Tag auf’s Neue ihr Glück versuchen und bewusst oder unbewusst ein Teil davon sind. Gerade im Sommer spürt man die Anwesenheit, die Offenheit, die Neugierde, die Vielfältigkeit der Berliner, egal woher sie kommen.
Peter Ray

Strassen bzw. Tunnelmusik an der Siegessäule in Berlin, zusammen mit Jana Jamie Hill

Strassenmusik mit Lightshow

Heute scheint die Sonne und es soll so richtig heiß werden – na klar, ist ja auch Sommer!! Vor ein paar Tagen war es allerdings eher nasskalt und ich bin mit Jamie in den Tunnel an der Siegessäule gegangen um dort zu spielen. Eine Akustik wie in der Kirche und ’ne sensationelle Lichtwand machen einfach Riesenspaß!!

Es gab in der vergangenen Woche ein paar wunderschöne Tage. Tage, die sich von mir aus in einer Endlosschleife wiederholen könnten. Ein Geschenk, aber auch eine Erlaubniss, die man sich selbst erteilt.

Vielleicht der richtige Moment um einfach „Danke“ zu sagen.

Nach dem ich aufgewacht bin habe ich mich gefragt, ob die Bauarbeiter, die gerade das Dach sanieren unter dem ich wohne, nächste Woche wohl erscheinen, oder ob wieder mal nichts passiert und ich weiter darauf warte, zu erfahren ob ich nun bald (ob)dachlos bin oder nicht. Im schlimmsten Fall verkaufe ich alles bis auf Gitarren, Mikros und Verstärker und führe ein Vagabunden-Leben im Wohnmobil (das ich leider gar nicht besitze).

Meine neue CD muss in’s Presswerk, aber ich muss noch warten bis die Vertriebsfrage geklärt ist…
Zeit für ein gutes Frühstück, Sport, meine Mutter mal wieder anrufen und dann an die Arbeit 😉

Peter Ray