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Leben

Hier bin ich. Sonntag – Nachmittag, die Sonne scheint, blauer Himmel, Null Grad da draussen, ich bin hier drinnen. Wäre am liebsten schon vor ein paar Tagen einfach losgefahren – Richtung Süden. In Sevilla sind es schon um die 20 Grad, ausserdem war ich da noch nie und wenn ich schon unterwegs bin, könnte ich doch einen kleinen Umweg über Lissabon machen, da muß ich auch ganz dringend Mal hin! Wahrscheinlich spreche ich 90 % der Mitbewohner meines Breitengrades aus dem Herzen und sehnsuchtsvoll blicken wir alle auf die Wetterkarten und erwarten den Frühling oder besser noch, gleich den Sommer!

Mir steht der Kopf nach Neuem! Neue Songs, neue Sounds, neue Themen! Zwar ist meine Wohnung unglaublicherweise immer noch eine Baustelle mit Plastikplane wo andere Leute ein richtiges Dach haben, aber mein Arbeitszimmer ist wieder benutzbar und weckt Begehrlichkeiten. Auf verschiedenen Datenträgern liegen verschiedene Song-Ideen und die müssen erst Mal genauer unter die Lupe genommen und gefiltert werden… Doch hab‘ ich das Gefühl es klebt noch das letzte Jahr an mir, mir fehlt die Kraft, die der Frühling mit sich bringt – aufsaugen werd‘ ich sie und mich daran berauschen, bis ich vom Rausch ganz erschöpft der Frühjahrsmüdigkeit begegne. Gelassen gehe ich so dem Sommer entgegen, die Stadt soll in ihrem eigenen Schweiß baden, genüßlich warten wir auf die abendliche Abkühlung und liegen am Ufer der Spree mit nem kalten Bier in der Hand, glücklich und im Einklang mit der „Natur“. Wenn dann der Herbst viel zu früh unser „Paradies“ wieder in nassem, kalten Grau ertränkt sind wir in Gedanken wieder Auswanderer… Sevilla, Lissabon, Madrid, Istanbul oder doch ganz auf die Kanaren??

Vielleicht setz‘ ich mir aber heute einfach nur die Kopfhörer auf und suche nach dem Song, der das alles vergessen lässt und mich für 4 Minuten glücklich und zufrieden macht.

Und jetzt komm‘ ich – mit einer schönen Nachricht – auch schon zum Ende. Unser  „strassenfeger unplugged“ – Konzert ist nun auf youtube anzusehen… was für ein schöner Abend!

Einen herzerwärmenden Sonntag wünsche ich allen Winterleidenden!

Peter Ray

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Wir sind mittendrin in dieser unbehaglichen Winterzeit, nass, kalt, grau, schon so lang und noch so lang. Ich lebe immer noch auf einer Baustelle, mit einem halboffenen Dach, offenen Fragen und Problemen, den Blick nach vorne gerichtet um nicht zu verzweifeln über das, was alles schief gelaufen ist. Aber es ist Sonntag und da ist vieles, was sich mit absolut schönen Gefühlen anschauen läßt. Vor gut einem Monat war der offizielle Release meiner CD „444“ und nur eine Woche später bekomme ich die erste Rezension geliefert. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn das, was man im „stillen Kämmerchen“ ausgetüftelt hat nun nach draussen drängt und  von gänzlich fremden Ohren und Augen begutachtet wird. In diesem Fall ist es obendrein ein besonders schönes Gefühl, denn der Rezensent (Joachim ‚Joe‘ Brooks/rocktimes) ist offensichtlich sehr angetan: „Auch hier kennen die Klänge nur einen Weg … unter die Haut, ins Blut und dann direkt ins Herz.“ 

In den folgenden Tagen und Wochen kommen immer neue Rezensionen auf meinen Desktop und sogar ein paar auf meinen richtigen Schreibtisch :-), mit verschiedenen Schwerpunkten aber durch die Bank positiv. Was für eine wunderbare Belohnung, was für ein Geschenk, da vergess‘ ich den Winter, die Baustelle und alles Unbehagen. Die ersten Konzerte im neuen Jahr verlaufen ebenfalls mit einer tollen Energie im Publikum, aber auch bei Jamie und mir.Garçon Januar 2013

In knapp 2 Wochen werden wir nun ein Konzert für „strassenfeger unplugged“ geben, dass für ALEX-TV aufgezeichnet wird. Ein weiteres Highlight auf das ich mich schon sehr freue und das für ordentlich Schwung sorgt am Anfang dieses Jahres nach dem „Weltuntergang“ 😉

Trotz einer geschlossenen Wolkendecke über den Dächern von Berlin wünsche ich euch einen wunderbaren Sonntag – denn auch dieser ist Einmalig!

Peter Ray

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Wie heißt es so schön, wir sprechen am liebsten über die Dinge die wir nicht haben. Nun, ich hatte vor kurzem eine nahezu perfekte Erinnerung an den Tag, als ich Mitte März 2010 meine neue Gitarre mit nach Hause brachte und sofort einen Song aufnehmen wollte. Die Sonne schien durch das große Fenster, die Luft duftete nach Frühling, nach Versöhnung mit dem schier endlosen Winter, nach Aufbruch und Fernweh, aber auch nach Loslassen und Genießen. Ich war bereit, alles zu geben um mein erstes Album aufzunehmen, im Alleingang, naiv, entrückt, in mich gekehrt. „Heaven is a place“ war der Song den ich an diesem Tag auf Video bannte und der mir selbst noch richtig fremd war.  Mir war nicht klar, dass er einmal zu den beliebtesten Songs gehören würde, die ich auf „Landed“ veröffentlichte. Aber mir war vieles nicht klar und heute bin ich sehr froh darüber, denn die Unbedarftheit mit der ich an diese erste Produktion herangegangen bin ist nicht wiederholbar – oder vielleicht doch? Es war jedenfalls ein Segen in dieser Erinnerung zu „baden“ während ich mit booking für die Konzerte 2013, den Vorbereitungen zur Veröffentlichung meiner neuen CD „444“ und dem Überstehen der „ewigen Baustelle“ – dem ein großer Teil meiner Wohnung zum Opfer gefallen ist – beschäftigt bin.

Doch schon jetzt freue ich mich auf die ersten Sonnenstrahlen, die uns in ein paar Monaten den Winter aus der Seele kitzeln werden und vielleicht habe ich bis dahin auch schon wieder ein paar neue Songs aus der besinnlichen Zeit, die uns jetzt bevorsteht, auf Lager. Nichts ist schöner als sich in dem zu verlieren, was man gerade tut. Ich wünsche mir selbst und allen schöpferischen Menschen so eine genießerisch, konstruktive Auszeit.

Einen entspannten 1. Advent,

Peter Ray

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Ein schöner Sonntag! Blauer Himmel, buntes Laub, kaum geschlafen, tolles Konzert gestern und… meine neue CD ist endlich da!!! Also zumindest erst Mal bei mir zu Hause angekommen 😉

Frisch ausgepackt die "Neue"

Taufrisch aus dem Presswerk und gleich auf’s nächste Konzert mitgenommen 🙂

Und gestern konnte ich auch schon gleich die ersten Exemplare unters Volk bringen. Ein Moment, auf den ich mich schon sehr lange gefreut habe! (Übrigens offizieller VÖ ist 04.01.2013) Aber auch das Konzert war ein Highlight, so viel Herzlichkeit und Freude entgegenzunehmen ist ein Geschenk für jeden Künstler.

Mit viel Energie arbeite ich auch an der Frühjahrstour 2013. Die ersten Clubs haben schon zugesagt und ich freu‘ mich extrem in ganz neue Gebiete zu kommen, um zusammen mit Jana Jamie Hill die Bühne zum wackeln zu bringen 🙂 Aber bis dahin ist noch viiiiiieeeeeeel zu tun!

Apropos, viel zu tun gibt es auch immer noch an meinem Dach. Seit 3 Wochen steht die Baustelle still, nur weil die Gerüstbauer ihren Job nicht oder nicht richtig machen. Es ist zum Verzweifeln, aber ich habe mir eine gewisse Form von Not-Gelassenheit angeeignet. Ob die allerdings auch noch funktioniert, wenn draussen der Frost einsetzt und das Dach immer noch offen ist? Solange der Rechner nicht einfriert, werde ich weiter berichten…

Nun aber euch allen da draussen einen wunderschönen Sonntag!!
Peter Ray

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Vor 3 Tagen hörte ich im Radio, dass Meat Loaf 65 geworden ist. Einen Tag bevor ich selbst Geburtstag hatte. Sein erstes großes (und für mich einzig interessantes) Album „Bat out of Hell“ habe ich als Teenager rauf und runter gehört. Ich mochte die theatralische Tragik in den Songs und das ziemlich pompöse Arrangement von Jim Steinman. Als Anfang der 80er die CD erfunden wurde, war „Bat out of Hell“ dann auch die erste Scheibe, die ich mir kaufte,iIn der Hoffnung, dass die fetten arrangements noch viel fetter aus den speakern dröhnen würden. Allerdings war die digitale Umsetzung nicht wirklich gelungen. Gelungen war hingegen ein Konzert von Meat Loaf in Hamburg, in dem wer wesentlich besser drauf war, als ich es aus Fernsehaufnahmen kannte. Ich hab‘ mir die Seele aus dem Leib gesungen, bis meine damalige Freundin sich beschwerte, ich wäre zu laut und sie wolle doch ihn hören… 😦

Damals (ich glaube es war 1984) konnte ich mir nicht im Traum vorstellen, dass mir dieser Rock-Koloss auf ganz andere Weise noch Mal begegnen sollte. Mittlerweile wohnte ich schon längst in Berlin und war zur Physiotherapie im Sauna-Bereich eines sehr schicken Hotels in Behandlung (…unglaublich, damals noch als Privatpatient 🙂 ) Der Therapeut – ein ebenfalls Musikbegeisterter – musste einen Termin mit mir verschieben, da Meat Loaf sich zu einer Behandlung angemeldet hatte. So ergab es sich, dass wir uns wenig später im Bademantel gegenüber standen, kurz die Hand schüttelten und uns gegenseitig versicherten, dass das ein Klasse Physiotherapeut ist. Eine kurze, aber sehr herzliche Begegnung an die ich mich wirklich sehr gerne zurückerinnere!

Aber auch an meinen Geburtstag vor 2 Tagen erinnere ich mich gerne…

Happy Birthday :-)

ein sehr gelungener Start ins neue Lebensjahr 🙂

Und jetzt ist ein sonniger Sonntag. Auch schön! Dann geh‘ ich mal ein bisschen raus und spiele, hab‘ so viele nette Begegnungen in letzter Zeit gehabt, aus Argentinien, Brasilien, China, Spanien, Griechenland… wunderbare Menschen – schön, dass sie alle nach Berlin kommen und wie gerne würd ich mal in Argentinien, Brasilien, China und so spielen 🙂
Schönen Sonntag Euch!!!
Peter Ray

Schön, dass es endlich vorwärts geht. Freitag: Es kracht, quietscht und poltert. 12 mm Gipskarton-Staubschutzwand trennen mich von der Baustelle. Die Motorsäge wird angeworfen, in meinem „Wohnzimmer“ breitet sich der Geruch von verbranntem Benzin aus – große Taten erfordern eben ein paar kleine Opfer. Dann wage ich einen Blick in mein Badezimmer und weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Hat es doch etwas surreales, wenn man so unvermittelt nahezu im Freien steht. Immerhin die Dusche funktioniert noch 🙂

open air Badezimmer

Ich muss raus und unter Leute. Fahre zur Goldelse und spiele 2 Stunden in meinem Lieblingstunnel. Es ist ein ruhiger Tag, aber viele der vorbeilaufenden Touristen finden Gefallen, bleiben kurz stehen, schnippen mit, freuen sich –  ich verkaufe sogar eine CD. Der Tag ist gerettet!

Am Wochenende zuvor spielte ich mit Jamie und meinem Uralt-Mitmusiker-Kumpel Jürgen im beschaulichen Bösel im Heimathuus. Es war rappeldicke voll und eine phantastische Stimmung. Nach nahezu 4 Stunden auf der Bühne, musste ich meine Stimmbänder schonen, aber es war ein herrlicher Abend und hätte durchaus noch weiter gehen können!!

Die Stimmung war bombastisch mit Jamie und Jürgen

Aber jetzt ist Sonntag, alles ruhig, gleich kommen meine Kinder zum Frühstück. Gemütlich in den Tag schlendern, es gibt genug zu lachen und bestimmt auch noch Sonne um in den Park zu gehen.
Happy Sunday 🙂

http://www.peterray.de

 

Sollte 2012 nicht so ein Power-Jahr werden? Na dann wird es aber langsam Mal Zeit, dass sich etwas bewegt. Womöglich ist es die Ruhe vor dem Sturm, aber  immer noch besser als wenn es, wie ein ausgeleiertes Gummi, zu gar keiner Spannung mehr kommt. Die Dacharbeiten kommen nicht so richtig in Schwung, obwohl die Zerstörung schon beeindruckend ist. Die Zeit drängt, es wird spürbar kälter!

mein Wohnzimmer mit ohne Dach

Ziemlich luftige Angelegenheit, ein Teil meines Wohnzimmers mit sehr viel Frischluft-Versorgung

In der Hoffnung, dass es ein warmer September wird, konzentriere ich mich auf die Musik und freue mich, in Kürze immerhin schon Mal meine neue homepage präsentieren zu können. Die neue CD hingegen lässt noch auf sich warten. Aber neulich brachte mein Vater ein altes Foto vorbei – das erste Mal auf der großen Bühne. „Du und Deine Welt“ eine Verbraucher-Messe in Hamburg. Die Familie Ploch aus dem Schwarzwald präsentiert den Song „Denn Nachbarn sind wir alle“, den mein Vater schrieb und wir als Chor verstärkten. Davon wurden sogar ein paar Hundert Singles gepresst. Nur die Charts haben wir damit nicht gestürmt 😉

Die Familie Ploch auf der Hamburger Messe "Du und deine Welt"

meine Schwestern Melanie, Tanja, meine Mutter, ich und ganz rechts mein Vater

Damals übernachteten wir zum ersten Mal in einem richtigen Hotel. Das großartigste daran war die Minibar. Hat mich damals sehr beeindruckt und dazu veranlasst, mir zu Hause auch eine kleine „Bar“ in meinem Schreibtisch-Unterschrank einzurichten, mit Cola und Chips versteht sich 😉
War doch ne tolle Zeit, als man sich für solche Sachen noch begeistern konnte – Schönen Sonntag!
Peter Ray